Haben sich zwei Menschen gefunden und wollen den Weg des Lebens gemeinsam meistern, dann gehen sie den Bund der Ehe ein. Gemeinsam bestellen sie das Aufgebot beim zuständigen Standesamt der Stadt oder Gemeinde. Vom Standesbeamten werden sie getraut und für Mann und Frau erklärt. Neben dieser staatlichen Trauung können Menschen mit einem kirchlichen Glauben die bestehende Ehe vor einem Pfarrer bekunden. In diesem Fall wird das Paar zwei Mal getraut. Die Termine können auf einen Tag gelegt oder zeitlich versetzt sein.
Soll die Trauung nur vor einem Standesbeamten vollzogen werden, dann ziehen viele Bräute an diesem Tag ihr Hochzeitskleid an. Ob es sich dabei um ein langes weißes Kleid mit Schleier oder um ein hübsches kurzes Hochzeitskleid handelt, das liegt im Geschmack der Braut. In den Händen halten sie den Brautstrauß, der im klassischen Stil aus Rosen bestehen kann. Manche Frau zieht andere Blumensorten vor und hat aus diesem Grund einen Brautstrauß aus Gerberas, Orchideen oder Maiglöckchen bestellt. Der Brautstrauß zur standesamtlichen Trauung ist meist klein und handlich.
Anders verhält es sich, wenn die standesamtliche und die kirchliche Trauung vollzogen werden sollen. In diesem Fall trägt die Braut zu jedem “Ja-Wort” ein anderes Outfit. Vor dem Standesbeamten kann ein hübsches Kostüm oder ein modischer Hosenanzug mit passender Kopfbekleidung getragen werden. Das Hochzeitskleid wird dann in der Kirche getragen. Aber zu beiden Terminen soll der Brautstrauß zum Aussehen der Braut passen und aus diesem Grund sind 2 Brautsträuße notwendig. Im Standesamt kann die Blumenfarbe auf die Farbe der Bekleidung abgestimmt sein. Hier wird oft ein kleiner Handstrauß (ab 25,00 Euro) mit Schleife gewählt. Der Brautstrauß für die Kirche kann dagegen üppig und lang ausfallen. Das sieht besonders hübsch aus, wenn die Braut zum langen Kleid auch einen langen herabhängenden Brautstrauß (ab 45,00 Euro) trägt. Langstielige Rosen, in Rosa, Rot oder Weiß oder Lilien in Weiß, mit viel Grün und Schleife können ebenso gewählt werden wie Orchideen und noch viele andere Blumensorten.
Die Zusammenstellung des Brautstraußes richtet sich nach dem Geschmack der Brautleute, aber auch nach der Ortschaft, wo die Trauung stattfindet. In manchen Gegenden wird auf ein Hochzeitskleid verzichtet. Braut und Bräutigam tragen die festliche Tracht des Bundeslandes/Landes zu diesem Anlass. Der Kopf der Braut kann mit bunten Blüten geschmückt sein und diese bunten Blüten finden sich auch im Brautstrauß und der Tischdekoration wieder. Gerberas in Gelb können mit blauen Kornblumen und roten Teerosen zum Brautstrauß (ab 35,00 Euro) gebunden sein. Aber es passen auch weiße Blüten von Maiglöckchen, Chrysanthemen oder Astern zu roten Blüten von Rosen, Dahlien oder Mohn. Beim Brautstrauß können alle Blumenblüten zum Einsatz kommen. Dazwischen und um das Blumengebinde wird viel Farn, Efeu oder anderes Grün gebunden. Die Schleife wird zur Hauptfarbe des Blumenstraußes gewählt oder ganz auf sie verzichtet. Aber egal, wo die Hochzeit stattfindet, überall ist es in Deutschland üblich, den Brautstrauß zu werfen. Alle ledigen Damen stellen sich aus diesem Grund an einem bestimmten Ort auf. Die Braut dreht sich mit den Rücken zu den unverheirateten Damen und wirft ihren Strauß über den Kopf weit nach hinten. Die Frau, die diesen Strauß fängt, soll angeblich als Nächste den Bund der Ehe eingehen.
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